Organische Ursachen für erektile Dysfunktion

In einem der vergangenen Artikel sind wir auf die Ursachen von Erektionsstörungen eingegangen und wollen uns heute mit den organischen, sprich körperlichen, Ursachen von Potenzproblemen auseinandersetzen.

Bei organischen Ursachen für Erektionsstörungen unterscheidet man:

  1. Störungen der Durchblutung (vaskuläre Ursachen), wie zu geringe Blutzufuhr (arteriell) oder ein erhöhter Blutabfluss (venöses Leck)
  2. Schädigungen im zentralen oder peripheren Nervensystem (neurogene Ursachen)
  3. Hormonstörungen (endokrine Ursachen)
  4. Schädigungen des Schwellkörpergewebes (kavernöse Ursachen)

Hilfe für Männer die unter Erektionsproblemen leiden

Diese genannten Ursachen können durch eine ganze Reihe von Risikofaktoren (Krankheiten, Verletzungen oder Lebensweisen) bedingt sein:

  • Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)
  • Erhöhte Blutfett- und Cholesterinwerte (Hyperlipidämie)
  • Arterienverkalkung (Arteriosklerose, Atherosklerose)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Operationen und Bestrahlungen im kleinen Becken: an Prostata, Darm, Blase
  • Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson, Multisystematrophie (MSA)
  • Testosteronmangel (Hypogonadismus), zu hoher Prolaktinwert (Hyperprolaktinämie, eventuell verursacht durch ein Prolaktinom)
  • Verletzungen an der Wirbelsäule oder am Becken, Querschnittslähmung, Bandscheibenvorfall
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) und Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
  • Prostata-Entzündung (Prostatitis)
  • Leber- und Nierenleiden
  • Schlafapnoe
  • Übergewicht, Fettsucht (Adipositas)
  • Nikotingenuss, Alkoholmissbrauch, Drogenkonsum

Sie sehen, es kommen eine ganze Menge von Ursachen für Ihre Potenzstörungen in Frage. Und deshalb sollten Sie auch unbedingt zum Arzt gehen, auch wenn Ihnen dieser Schritt nicht leicht fällt. Zum einen können Erektionsprobleme auch Symptome einer ernsteren Erkrankung sein und sollten deshalb frühzeit erkannt sein, zum anderen kann nur ein Arzt eine erfolgreiche Behandlung in die Wege leiten.


Ursachen für erektile Dysfunktion

Eine Erektion ist in ihrer Entstehung und Aufrechterhaltung ein recht komplexer Vorgang, der sich aus einer Vielzahl Einzelvörgängen zusammensetzt die sich gegenseitig beeinflussen. Um die möglichen Ursachen von Erektionsstörungen zu erkennen, muss man erst wissen wie komplex eine Erektion abläuft:

  1. Sinnliche Reize werden im Gehirn aufgenommen und bewertet.
  2. Nervenimpulse werden vom Gehirn über das autonome Nervensystem an den Penis gesendet.
  3. Es werden Neurotransmitter freigesetzt, die eine komplexe biochemische Reaktionskette in Gang setzen und eine Erschlaffung der Schwellkörpermuskulatur bewirken.
  4. Durch das Erschlaffen der Schwellkörpermuskulatur werden die Hohlräume in den Schwellkörpern größer und es kann Blut einströmen.
  5. Durch das einströmende Blut vergrößert sich der Penis. Die Schwellkörper sind von einer festen Haut umgeben und dadurch wird die Ausdehnung der Venen komprimiert. In der Folge wird der Blutabfluss stark gedrosselt.
  6. Die vollständige Versteifung des Penis wird durch eine Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur erreicht.

Der komplexe Ablauf der Erektion kann an vielen Stellen gestört sein. Es können sowohl körperliche (organische, physische) und seelische (psychische) Ursachen in Frage kommen. In den weitaus meisten Fällen ist es jedoch so, dass es mehrere Ursachen gibt die sich gegenseitig beeinflussen und verstärken. Oft ist es also gar nicht möglich genau zu sagen das Erektionsprobleme entweder organisch oder psychisch bedingt sind.

In der modernen Gesellschaft wird Männlichkeit mit Potenz gleichgesetzt und treten Erektionsstörungen die organischen Ursprungs sind, treten in der Folge auch immer psychische Probleme (Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls, Versagensangst, Angst vor Sex, Depressionen) auf, die die Potenzstörungen verstärken. Angst und Stress sind die größten "Feinde" der Erektion und man befindet sich schnell in einem Teufelskreis: Angst und intensives in sich Hineinhorchen beeinträchtigen die Erektion, und dieses erneute "Versagens" erhöht wiederum die Angst.

Eine erfolgreiche Behandlung der Potenzprobleme sollte daher sowohl organische als auch psychische Ursachen nicht aus den Augen verlieren.

In den folgenden Artikel gehen wir detailliert auf organische und psychische Ursachen der erektilen Dysfunktion ein.


Hilfe bei Erektionsproblemen

Wie in unserem vorangegangenen Artikel beschrieben, schleichen sich Erektionsprobleme meist langsam in das Leben eines Mannes ein. Doch betrifft es wirklich nur den Mann? Sicher, für die meisten Männer ist die Erkenntnis Potenzstörungen zu haben ein Schock, ein Tabu-Thema das am besten nicht angesprochen wird. Doch Erektionsstörungen wirken sich nicht nur auf das Sexleben aus, sondern auch auf die Partnerschaft. Auch Frauen müssen mit diesem Problem klarkommen und daher ist es wichtig zu verstehen, dass beide Seiten davon betroffen sind und auch beide ihre Sicht der Dinge haben.

Verständnis und Vertrauen ist an dieser Stelle besonders wichtig, doch schauen wir mal darauf wie Mann und Frau auf das Thema Erektionsprobleme/Impotenz reagieren.

Treten Erektionsprobelme auf, sollten Paare miteinander reden

Situation von betroffenen Männern

Männer definieren ihr Selbstgefühl vor allem durch Männlichkeit und Potenz und koppeln dies sehr stark an die Erektion. Treten dann Potenzstörungen auf ist das Gefühlschaos quasi vorprogrammiert:

  • das Gefühl ein Versager zu sein, nur noch ein halber Mann,
  • Schamgefühl, denn man kann die Rolle des Mannes nicht mehr ausfüllen,
  • Angst um die Partnerin, das sie die Beziehung verlässt um einen potenten Mann zu nehmen,
  • Angst das die Erektionsstörungen öffentlich werden.

Diese Gefühle und Vorstellungen treten bei fast allen Männern auf die auf einmal mit Potenzproblemen konfrontiert werden. Das Selbstwertgefühl ist dahin und das wirkt sich negativ auf Partnerschaft, soziale Kontakte und Arbeitsfähigkeit aus. In den meisten Fällen zieht sich der Mann komplett zurück, Zärtlichkeiten oder gar Sex werden eingeschränkt oder finden gar nicht mehr statt und auch ein klärendes Gespräch ist ein Tabu. Das in dieser Situation nicht der Gang zum Arzt gewagt wird ist klar.

Situation der Partnerin

Für Frauen ergibt sich oft eine ungewisse Situation mit quälenden Fragen und Selbstzweifeln. Der Mann redet nicht mit ihnen, Zärtlichkeit und Sex sind eingeschränkt und borende Fragen warum das so ist stellen sich:

  • Fehlt es an Attraktivität für ihn?
  • Was ist aus der Liebe geworden?
  • Geht mein Partner fremd??
  • Was habe ich falsch gemacht?

Druck in diesen Fällen verschlimmert die Situation noch. Das der Partner ein klärendes Gespräch verweigert, steht eine Frau oft hilflos da.

Für Frauen stellt sich die Frage, wie ein Gespräch mit dem Partner zustande kommen kann, denn sie leiden besonders stark unter dem Rückzug und der Sprachlosigkeit des Partners, mehr noch als unter den Erektionsstörungen ansich. Erfahrungen zeigen, dass die meisten Frauen der Überzeugung sind eine befriedigende Lösung der Potenzstörungen finden zu können, wenn denn der Partner mit ihnen darüber reden würde.

Diese Erkenntnis sollte vor allem für Männer eine große Hilfe sein den ersten Schritt zu wagen. Stellen Sie sich Ihren Erektionsproblemen und reden Sie mit Ihrer Partnerin. Zusammen können Sie diese Situation durchstehen und Hilfe erhalten.


Habe ich Erektionsprobleme?

Fast jeder Mann, laut Untersuchen etwa 80% aller Männer, hat in seinem Leben Erektionsprobleme. Doch wann hat man(n) wirklich Erektionsprobleme oder handelt es sich nur um einen Aussetzer? In den weitaus meisten Fällen machen sich Potenzstörungen, medizinisch als erektile Dysfunktion bezeichnet, sich schleichend bemerkbar. Es klappt mal mit der Erektion, dann wieder nicht und oft schiebt man das Problem bei Seite oder negiert es sogar ganz. Doch je öfter die Erektionsstörungen vorkommen, desto mehr beschäftigt sich ein Mann mit dem Gedanken ob da nicht doch mehr dahinter steckt.

Egal ob Sie schon länger unter Potenzproblemen leiden oder diese erst kürzlich aufgetreten sind, nehmen Sie die Probleme ernst. Am besten Sie suchen einen Arzt auf, denn nur der kann die genauen Ursachen die dafür in Frage kommen klären und auch eine geeignete Behandlung in die Wege leiten. In der Großzahl aller Fälle können Erektionsstörungen erfolgreich behandelt werden – nur den ersten Schritt müssen Sie tun.

Ob Sie Erektionsprobleme haben? Das Sie über die Frage nachdenken und im Internet nach mehr Informationen suchen lässt darauf schließen, dass Sie Erektionsprobleme haben. Setzen Sie sich daher offensiv mit dem Thema auseinander und wagen Sie den ersten Schritt.