Erektionsprobleme erkennen durch die Zwei-Drittel-Regel

Zusammenfassung: Beim Liebesspiel kappt nicht immer alles wie geplant. Das kennt wohl jeder Mann. Wenn es mal mit der Erektion nicht funktionieren will, ist das erstmal kein Grund zur Besorgnis. Aber wann steckt ein ernsthaftes Problem dahinter? Die Zwei-Drittel-Regel gibt Aufschluss. Wir erklären, wie das funktioniert.

Inhaltsverzeichnis

Wann spricht man von Impotenz?

Fast jeder Mann wird das kennen: Beim Sex klappt es mit der Erektion nicht, so wie beide Partner es gern hätten. Dafür können mehrere Faktoren ein Auslöser sein. Aber wann steckt ein ernsthaftes Problem dahinter? Ärzte unterscheiden zwei Formen von Impotenz.

Eine Form ist die sogenannte Impotentia coeundi. Sie beschreibt die Unfähigkeit zur Durchführung des Geschlechtaktes. Sie wird im allgemeinen Sprachgebrauch unter Impotenz verstanden. Die zweite Form ist die Impotentia generandi und ist weniger bekannt als die erste Form. Bei dieser wird der Penis steif und es kann zum Geschlechtsverkehr kommen, aber der Mann ist unfähig, sich fortzupflanzen.

Wenn Männer Erektionsprobleme haben

Impotenz: Ärzte unterscheiden zwei Arten 

Die Qualität und Quantität des Samens genügt in diesem Fall nicht, um Kinder zu zeugen. Es kann sogar sein, dass es trotz Orgasmus zu keiner Ejakulation (Anejakulation) kommt. Das kommt daher, dass die Kontraktion der Geschlechtsorgane trotz vorhandenem Orgasmus nicht stattfindet.

Bei häufigen Erektionsstörungen sollte sich der Betroffene an einen Urologen wenden, um die genaue Ursache und die entsprechende Behandlung einzuleiten. Es gibt aber häufig auch andere Gründe für Erektionsstörungen, die anders zu beheben sind:

Psyche

Gerade bei jungen Männern sind es selten organische Erkrankungen, die eine Erektionsstörung auslösen. Denn wie bei vielen Prozessen im Körper spielt auch dabei die Psyche eine große Rolle. Dafür kann es verschiedene Blockaden geben. Zum einen ist es möglich, dass sie ihren Sexualpartner oder ihre Sexualpartnerin nicht mehr so attraktiv finden wie zuvor, dass sie unter Depressionen leiden oder allgemein unter (zu) viel Druck stehen. Außerdem können sexueller Leistungsdruck, die Angst zu versagen oder Übermüdung entscheidende Faktoren sein.

Lebensstil

Die Manneskraft kann auch durch den Lebensstil nachlassen. Der Konsum von Alkohol, Zigaretten, fettigem Essen und Bewegungsmangel können sich negativ auf die Potenz auswirken. Hinter der Erektionsschwäche stecken zudem manchmal organische Ursachen. Dazu zählen unter anderem Diabetes, Arteriosklerose, Bluthochdruck oder zu hohe Cholesterinwerte. Auch Nervenerkrankungen, wie Multiple Sklerose, Bandscheibenvorfall und Hormonstörungen können die Erektion des Mannes beeinflussen.

Krankheiten

Besonders Männer über 50 sollten bei Erektionsstörungen genauer hinsehen. Bei ihnen kann dies ein Warnhinweis auf einen drohenden Herzinfarkt oder Schlaganfall sein. In dem Fall würde die erektile Dysfunktion auf eine Verkalkung der Blutgefäße hinweisen, weil dann der Penis nicht mit genügend Blut versorgt werden kann und man dies bei weiteren Gefäßen Richtung Gehirn und Herz ebenfalls vermuten kann.

Medikamente

Einige Medikamente können eine Erektion beeinflussen. Das sind Betablocker, entwässernde Medikamente, Medikamente gegen Depressionen und Lipidsenker.

Ursachen von Impotenz: Video

Die Zwei-Drittel-Regel – die richtige Behandlung

Ärzte sprechen erst von einer erektilen Dysfunktion, wenn es in zwei Dritteln der Fälle innerhalb eines halben Jahres nicht möglich ist, eine für den Geschlechtsverkehr hinreichende Erektion zu bekommen und diese aufrechtzuerhalten. Wenn es ab und zu mal nicht klappt, muss man sich noch keine ernsthaften Sorgen machen.

Eine ernsthafte Erektionsstörung lässt sich aber auch gut behandeln. Viele Männer scheuen sich vor einem Gespräch beim Hausarzt oder einem Termin beim Urologen, doch das ist sehr wichtig um das belastende Problem aus der Welt zu schaffen. Eine Möglichkeit ist die Behandlung mit der verschreibungspflichtigen PDE-5-Hemmern wie Viagra oder Cialis.

Diese Potenzmittel sorgen vor allem dafür, dass mehr von dem Botenstoff, der für die Erektion verantwortlich ist, übrig bleibt. die Wirkung kann sich nur dann entfalten, wenn der Mann bereits sexuell erregt ist.

Was außerdem helfen kann, sind bestimmte Lebensmittel, die als Aphrodisiaka genutzt werden können. Ein bekanntes Aphrodisiakum ist beispielsweise die spanische Fliege, Aus ihr wird ein Pulver hergestellt, welches die sexuelle Erregung anregt. Zudem zählen zu den Lebensmitteln Ingwer, Pfeffer oder Yohimbim.

Ein weiteres natürliches Potenzmittel stellt L-Arginin dar. Es zählt zu den zwanzig Aminosäuren, aus denen sich menschliches Eiweiß bildet. Laut Studien trägt der Stoff zur Verbesserung des gesamten Gefäßsystems im Körper bei, was auch eine Verbesserung der Gefäße im Penis bewirkt.

Hochdosiertes L-Arginin gibt es rezeptfrei in Apotheken in Form von Kapseln oder Pulver zu kaufen. Die Aminosäure ist zudem in Nüssen (besonders in Walnüssen), Pinienkernen, Hülsenfrüchten und Kürbis vorhanden. Auch in Milchprodukten, rohem Lachs und Hühnerfleisch ist ebenfalls viel vorhanden.

Wie kann der Sexualpartner helfen?

Männer, die unter einer Erektionsstörung leiden, fühlen sich ihrem Gegenüber oft verunsichert. Der Sexualpartner oder die Sexualpartnerin sollte vor allem motivieren einen Arzt für das Problem aufzusuchen und sollte durch Verständnis das Selbstwertgefühl des Partners stärken.

Lesetipp: In diesem interessanten Artikel erhalten Sie mehr Informationen darüber, wie der Partner bei Erektionsproblemen helfen kann.