Warum leiden junge Männer unter Impotenz?

Zusammenfassung: Oft wird festgestellt, dass junge Männer vornehmlich an seelisch bedingten Potenzstörungen leiden. Männer im höheren Alter haben es eher mit den Folgen von chronischen Erkrankungen zu tun. Doch warum genau leiden immer mehr junge Männer unter Impotenz? Wir möchten die möglichen Ursachen etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Inhaltsverzeichnis

Psychologische Ursachen für Impotenz

Junge Männer gehen mit Sex vermeintlich locker um. So locker wie sie behaupten, sind die meisten jungen Männer aber nicht. Sie möchten gegenüber den Kumpels mit ihren Eroberungen prahlen. Sie möchten junge Frauen beeindrucken. Stress, Leistungsdruck, Komplexe, Hemmungen oder Versagensängste belasten die Psyche. Das sind genau die Faktoren, die zu einer Impotenz bei jungen Männern führen können.

Auch Liebespartner können zu belastenden Faktoren werden. Sie können die freie Entfaltung der Sexualität hemmen. Junge Frauen haben oft überhöhte Erwartungen an ihren aktuellen Freund. Sie sprechen mit ihren Freundinnen über Intimes. Dabei spotten sie nicht selten über verunglückte Bettgeschichten oder körperliche Merkmale. Für den Mann bedeutet das Stress pur.

Seelische Ursachen? Ich doch nicht!

Dass seelische Verursacher Grund für ihre Impotenz sein könnten, trifft junge Männer hart. Sie möchten sich nicht als Versager oder „Weichei“ sehen. Zudem löst Impotenz Schamgefühle und Ängste aus. Viele junge Männer kompensieren ihre Ängste mit Aufschneiderei oder sexuellen Anspielungen. Sie haben nie gelernt, dass die Seele ein wichtiger Faktor im Liebesleben ist. Aus der Sicht mancher junger Männer sind Frauen für seelische Angelegenheiten zuständig.

Die falsche Selbstsicht junger Männer begründet, warum es zu Leistungsdruck, Stress, Hemmungen, Komplexen, Versagensangst und falschen sexuellen Vorbildern kommt. Junge Männer orientieren sich oft an Typen, die „immer können“ oder „gut gebaut“ sind. Sie vergleichen ihren Körper und ihre sexuelle Performance damit. Keine gute Idee!

Stress ist der Vater vieler Potenzstörungen

Junge Männer schätzen häufig die Erwartungen und Bedürfnisse von Frauen falsch ein. Wenn sie sich vor einem Date mit Marihuana oder anderen Drogen locker machen, addieren sie weitere Ursachen einer Erektionsstörung hinzu.

Sie setzen sich schon vor den Sex unter Druck. Stress ist geeignet, alle Funktionen des Körpers auf diesen Alarmzustand einzustellen – und nicht auf den sexuellen Akt.

Tatsächlich liegt bei Lustmangel keine echte Impotenz vor, sondern stressbedingtes Versagen. Eine erektile Dysfunktion oder Potenzstörung wird erst dann angenommen, wenn jemand ein halbes Jahr lang keine ausreichende Erektion mehr hinbekommt. Dann sind Potenzmittel eine Hilfe. Vorher aber nicht. Ohne Lust funktionieren diese Medikamente nämlich nicht. Es ist also keine gute Idee, gelegentliche Potenzschwächen sofort mit Viagra zu beheben.

Vielmehr sollten Betroffene sich in ruhigen Stunden fragen, warum sie beim Sex gestresst sind. Indikatoren für Stress sind beispielsweise, ob jemand sich ängstlich und unter Leistungsdruck fühlt. In diesem Fall ist es ratsam, dem Stresspegel entgegenzuarbeiten. Das kann zum Beispiel mit Ausdauersport, meditativen Kampfsportarten oder anderen Hobbys erfolgen.

Versagensangst – eine unbewusste Hemmschwelle

Versagensangst basiert auf unbewusstem Leistungsdruck.

Sie entsteht oft aufgrund von Vergleichen mit anderen. Junge Männer sind sexuell noch unerfahren. Sie haben falsche Vorstellungen von ihrer sexuellen Leistungskraft. Oftmals haben sie trotz aller Prahlerei Ängste. Diese werden überspielt. Kindheits-Erfahrungen spielen bei Selbstwertproblemen genauso mit hinein, wie überzogene Erwartungen von Sexualpartnern.

Auch die Prahlereien von Freunden können hohen Erwartungsdruck aufbauen. Sie führen zu Versagensängsten. Nichts weckt hinderlichere Erwartungen, als Pornos anzusehen. Je mehr diese sich mit ungewöhnlichen Sexualpraktiken befassen, desto unsicherer werden die jungen Männer. Sie gehen nicht auf ihr Gegenüber ein. Stattdessen orientieren sie sich an dem, was sie gehört oder gesehen haben. Junge Männer müssen oft erst lernen, über Ängste und Erwartungen zu sprechen.

Komplexe, Depressionen und andere seelische Belastungen

Viele junge Männer haben Komplexe. Sie finden sich zu klein, zu dick oder zu dünn. Sie glauben, einen zu kleinen Penis zu haben. Trotz coolem Gehabe und angesagtem Haarschnitt empfinden sie sich nicht als gut aussehend.

Gefühlt sind es immer die anderen, die die tollen Bräute abschleppen. Mit solchen Sichtweisen blockiert man sich selbst. Am Ende fühlen solche Gedanken in die Depression. Hin und wieder depressiv zu sein, ist normal. Fühlt sich jemand aber dauerhaft niedergeschlagen oder antriebslos, sollte er einen Psychotherapeuten aufsuchen. Blockierende Denkweisen begünstigen den Alkohol-Rausch an Wochenende. Sie rechtfertigen den täglichen Nikotin- oder Drogenbrauch. All das sind aber Faktoren, die eine Impotenz bei jungen Männern auslösen können.

Ausgemachte Partyhengste sorgen eigenhändig dafür, dass sie früher oder später ihre sexuelle Potenz verlieren. Häufiger Marihuana-Konsum hat – bezogen auf Sex – kein besseres Ergebnis. Marihuana-Konsumenten fühlen sich zwar entspannt und locker. Sie stellen sich aber ihren seelischen Problemen nicht. Sobald das geschieht, werden auch die Potenzprobleme besser. Pornos sind keine Hilfe – im Gegenteil Viele junge Männer schauen sich Pornoheftchen und -filme an. Viele besuchen Bordelle. Der Reiz des Verbotenen führt zu einem falschen Menschenbild. Zwanghafter Porno-Konsum und ständiges Masturbieren haben kontraproduktive Wirkung. Wenn es darauf ankommt, klappt es nicht mehr. Das Masturbieren führt zwar zu einer Erektion und zum Erguss, nicht aber das Zusammensein mit einer Frau.

Fazit

Potenzstörungen sind ein komplexes Problemfeld – und die Seele spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Jede Überreizung durch falsche Impulse führt zu gesteigertem Desinteresse an echten Liebespartnerinnen. Zum Trost sei gesagt, dass es gegen jede seelische Ursache, auch passende Behandlungsmethoden gibt.


Was ist ein Penisbruch?

Zusammenfassung: Der Penisbruch ist eine schmerzhafte Verletzung des Penis, die beim Sex oder während des Schlafs passieren kann. Dabei wird der Penis abgeknickt und es kommt zu einer Verletzung der Schwellkörper. Erfahren Sie mehr über Symtome und Behandlung dieser Penisfraktur.

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Ursachen und Symptome

Der Penisbruch (andere Bezeichnungen: Penisfraktur, Penisruptur) wird durch stumpfe Gewalteinwirkung auf den erigierten Penis verursacht. Dabei kommt es beim Abknicken des Penis zu einem Riss in der Schwellkörperhaut (Tunica albuginea) und eventuell auch in einem oder beiden Schwellkörpern selbst. Das Reissen der Tunica albuginea wird oft als deutliches Knacken wahrgenommen. Da das Blut in den Schwellkörpern während der Erektion unter hohem Druck steht, kommt es bei einem schweren Penisbruch schnell zu einem großen Bluterguss verbunden mit einer Verkrümmung des Penis und einem sofortigen Nachlassen der Erektion.

Ein Penisbruch kann beim Geschlechtsverkehr passieren, wenn der Penis aus der Scheide rutscht und beim nächsten Stoß auf die Beckenknochen der Partnerin trifft. Besonders gefährlich sind in diesem Zusammenhang die Hündchen- und Reiterstellung. Auch heftige Selbstbefriedigung und selbst das Umdrehen im Bett während einer nächtlichen Erektion kann eine Penisfraktur zur Folge haben.

Neben der schweren Penisfraktur gibt es aber auch die weniger dramatisch verlaufende latente Penisfraktur. Meistens kommt es dabei zu einem Knacken und kurzem Schmerz. Wegen des unvollständigen oder kleinen Risses gibt es oft auch keinen Bluterguss.

Schmerzhafter Penisbruch

Behandlung der Penisfraktur

Ein schwerer Penisbruch ist ein urologischer Notfall. Nur durch eine Operation innerhalb der nächsten Stunden können mit großer Wahrscheinlichkeit dauerhafte Schäden wie eine Penisverkrümmung und Erektionsstörungen verhindert werden. Auch ein latenter Penisbruch sollte ärztlich behandelt werden. Unbehandelt entstehen Vernarbungen und Plaquebildung und nach einigen Wochen oft eine Peniskrümmung.

Erste Hilfe

Um einen großen Bluterguss zu vermeiden, sollte der Penis sofort zwischen den Händen für einige Zeit zusammen gepresst werden, bis er ganz schlaff ist. Danach sollte er durch geeignete Maßnahmen (z.B. feuchtes Tuch) gekühlt werden. Die Fahrt zur nächsten urologischen Klinik sollte sofort angetreten werde


Penis wird nicht richtig steif – Ursachen und Lösung

Zusammenfassung: Möchte der eigene Penis nicht so wie Mann will, ist das in jedem Alter eine große Belastung. Die Gründe dafür sind so vielfältig wie individuell. Tritt die Erektionsstörung über einen längeren Zeitraum auf, sollten Sie der Sache jedoch nachgehen. Denn oft kann, wenn auch nicht immer, die Ursache behandelt werden.

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Psychische Ursachen Wenn die Psyche nicht mitspielt

Welcher Mann kennt es nicht? Sie freuen sich auf die gemeinsame intime Zweisamkeit. Nur Ihr kleiner Freund entscheidet sich, nicht richtig steif zu werden. Ihre Gedanken kreisen jetzt mehr als vielleicht vorher schon um genau diese eine Sache. Der Druck wächst und schließlich geht gar nichts mehr. Oder aber eine ganz andere Baustelle macht sich bemerkbar: Sie sind gedanklich noch beim Geschäftstermin, der nicht so verlief wie Sie es gerne gehabt hätten.

Auch Streit, Versagensängste oder eine Depression können Ursachen für das erschlaffte oder noch schlaffe Glied sein. Dies führt zu noch größerem Druck. Dieser Teufelskreis dreht sich im schlimmsten Fall so weit, dass sich die betroffenen Männer komplett aus dem eigenen Liebesleben zurückziehen oder sich gar Vorwürfe machen. Diese psychische Belastung muss nicht zwingend erst mit zunehmendem Alter passieren.

Ursachen von Erektionsstörungen

Psychische Ursachen Vor dem Sex ist nach dem Sex

Bereits das erste Mal oder auch das erste Mal mit einer neuen Partnerin kann sich negativ auf Ihre Potenz und/oder Ihr sexuelles Selbstvertrauen auswirken. Denn oft funktioniert der erste sexuelle Kontakt nicht so wie gewünscht. Falscher Ort, falsche Zeit und dann auch der Druck, alles so perfekt wie möglich zu machen. Zu allem Überfluss sind Sie dann auch zu früh gekommen. Diese Erfahrungen nagen oft jahrelang am eigenen Sex-Ego und verhindern ein erfülltes Sexleben.

In jüngeren Mannes-Jahren ist eine Erektionsstörung natürlich ein Schock. Eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, zunehmende sexuelle Erfahrungen oder auch die/der richtige Partner/in können in vielen Fällen rasch Abhilfe schaffen. Auch im fortgeschrittenen Alter sind Männer von plötzlichen Erektionsstörungen häufig sehr überrascht. Dabei ist die Abnahme der Potenz im höheren Alter ein natürlicher Vorgang (mehr dazu: Biologischer Ablauf einer Erektion). Die gedankliche Auseinandersetzung setzt Erektionsstörung mit verringerter „Leistung“ gleich, aber ist das wirklich so?

Psychische Ursachen Sexgott oder Versager

Männer sehen ihre „Aufgabe“ beim Sex leider noch allzuoft in der Befriedigung der Partnerin – die Musikband Ärzte singen dazu: „Ein Mann fühlt sich erst dann als Mann, wenn er es Dir besorgen kann“. Der Gedanke, wahre akrobatische Kunststückchen oder fulminante Zungenspiele veranstalten zu müssen, hindert den Kopf daran, sich auf das Liebesspiel einzulassen, sich fallenzulassen und die Zweisamkeit in vollen Zügen zu genießen.

Auch wenn Sie Angst vor der Intimität haben und dies eher als Belastung empfinden, kann sich diese Angst auf die Standfestigkeit auswirken. Denn der Druck, die Sie sich selbst machen, führt zwangsweise zu Problemen im Bett. Frustration, Streit und Distanz in der Partnerschaft drehen sich so immer weiter im Kreis.

Organische Ursachen Der eigene Körper sagt nein

Die Erektion ist ein komplexer Ablauf – wenn das Zusammenspiel von mehreren Faktoren in Ihrem Körper nicht reibungslos funktioniert, kann der Kopf noch so frei sein. Auch dann kommt es mitunter zu Erektionsproblemen. Einige Beispiele für organische Ursachen von Erektionsstörungen sind:

  • Hormon- oder auch Nervenstörungen
  • Operationen von Blase, Prostata oder auch Bandscheibenprobleme sowie Traumata mit Knochenfrakturen können zu einer weitläufigen Schädigung der Nerven führen
  • Diabetes beeinträchtigt die Bildung einer harten Erektion (Gefäß-, Nervenschädigungen, blutdrucksenkende Mittel)
  • Störungen bei der Blutzufuhr oder beim Blutabfluss

Am Beispiel einer Nevenschädigung wird deutlich wie anfällig und komplex das System einer männlichen Erektion ist: Die sexuellen Reize werden nicht mehr an die entsprechende Stelle weitergeleitet und die Blutzufuhr zum Penis findet nicht statt.

Weitere Risikofaktoren sind erhöhter Blutdruck, eine Verkalkung der Arterien oder zu hohe Cholesterinwerte. Selbst Ihr Gewicht kann Ihre Erektionsfähigkeit beeinflussen. Erektionsprobleme können zusätzlich auch als Nebenwirkung bei der Einnahme von Medikamenten (beispielsweise bei Finasterid gegen Haarausfall) auftauchen.

Die Erektion ist ein komplexer biologischer Vorgang, sowohl was die Entstehung als auch die Aufrechterhaltung einer Erektion anbelangt. Hierfür wirken viele einzelne Vorgänge ineinander.

Die eigenen Medikamente als Potenzkiller

Oft werden Medikamente außer Acht gelassen, wenn es um die Problemfindung bei Erektionsstörungen geht. Doch gerade blutdrucksenkende Mittel können die Bildung einer Erektion stark beeinflussen. Ein weiteres Beispiel sind Psychopharmaka, die einer Reizweiterleitung zum Glied verhindern. Mittel zur Stabilisierung der Blutfettwerte oder auch Magenschoner haben oftmals ebenfalls eine Erektionsstörung als unerwünschte Nebenwirkung.

Auf der Suche nach den Auslösern für Erektionsstörungen stehen Mittel, die den Testosteronspiegel beeinflussen, ebenso auf der Liste.

Meist genügt schon die Umstellung auf ein anderes Präparat, um dem Problem entgegenzuwirken. Ein ganz guter Indikator, ob es sich grundsätzlich um eine organische oder psychische Ursache handelt ist die Morgenlatte – bekommen Sie überhaupt keine Erektion, willkürlich oder unwillkürlich, dann lassen Sie sich auf jeden Fall gründlich untersuchen, denn Ihr Penis dient auch als Frühwarnsystem für andere Krankheiten.

Die Psyche gezielt in den Griff bekommen

Sind die organischen Ursachen abgeklärt und halten die Erektionsstörungen länger als sechs Monate an, können Sie über eine eine (sexual) Therapie in Kombination mit einem verschreibungspflichtigen Potenzmittel nachdenken.

Bewährt hat sich eine sogenannte Doppeltherapie. So wird nicht nur der bereits angesprochene gedankliche Teufelskreis durchbrochen, sondern bis zur endgültigen Bereinigung Ihrer psychischen Probleme durch eine geringe Dosis an Medikamenten unterstützt. Die einzigen wissenschaftlich geprüften wirksamen Medikamente sind sogenannte PDE-5-Hemmer, zu den Wirkstoffen gehören: Sildenafil (Viagra), Tadalafil (Cialis) und Vardenafil (Levitra). Da die verschiedenen Wirkstoffen bei jedem Mann unterschiedlich wirken, kann auch zuerst eine Probepackung in Betracht gezogen werden.

Potenzmittel einnehmen

Mit passenden Medikamenten unterstützen

Wie der Name der Wirkstoffgruppe PDE-5-Hemmer bereits vermuten lässt, verhindern die Wirkstoffe Avanafil, Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil die Freisetzung des Enzyms Phosphodiesterase 5 in Ihrem Körper.

So bleibt der sogenannte cGMP-Spiegel (cyclisches Guanosinmonophosphat) im Körper erhöht und die Erektion wird positiv durch eine Erweiterung der Blutgefäße (im Penis) beeinflusst. Die Blutzufuhr in Ihrem Penis nimmt zu, die Muskelzellen im Glied entspannen sich, die Erektion wird bei eintretender Wirkung hart. Wichtig: PDE-5-Hemmer wirken nur bei vorhandener sexueller Erregung – also wenn die Erregung soweit ausreicht, um sexuelle Reize vom Gehirn durch einen Impuls zum Penis weiterzuleiten.

Je nach Wirkstoff beträgt die Wirkungsdauer zwischen 4 und 36 Stunden. Der Wirkstoff Tadalafil kann in geringer Dosis (Stichwort: Cialis once a day) Täglich eingenommen werden. So wird ein Wirkstoffspiegel gebildet, der auch spontanen Sex zulässt. Bei der Einnahme von PDE-5-Hemmern gilt wie bei jedem Medikament: Wechsel- und Nebenwirkungen sollten mit dem Arzt abgesprochen und beachtet werden.

In Kombination mit einer Psychotherapie lassen sich durch die Einnahme oraler Präparate gute Erfolge erzielen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich Medikamente mittels Injektion (SKAT-Therapie) oder einem Applikator (MUSE-Therapie) direkt in das Glied zu verabreichen.

Beide Varianten sind nicht ungefährlich, denn es kann zu einer schmerzhaften Dauererektion durch falsche Dosierung kommen. Weniger Gefährlich ist eine Hormontherapie. Bei dieser stellt der Arzt mittels Blutbild fest, in wie weit eine Störung des Hormonhaushaltes vorliegt.

Mehr Stehvermögen durch Unterdruck, Injektion oder OP?

Eine weitere Möglichkeit, die bereits seit langer Zeit angewandt wird, ist eine Vakuumpumpe. Mittels dieser Pumpe wird ein Unterdruck erzeugt, der Blut in Ihr Glied fließen lässt. Um den Rückfluss zu vermeiden, wird ein Gummiring angelegt. Dieser klemmt die Venen ab und hält den Penis steif. Es bedarf einiger Überwindung und etwas Geschick, den Ring zu platzieren.

Fazit: Penis wird nicht richtig steif, welche Lösungen helfen weiter?

Auf den Punkt gebracht hilft bei psychisch bedingten Erektionsstörungen eine Doppelstrategie aus nachweislich wirksamen PDE-5-Hemmern und einer Sexualtherapie. Bei organischen Ursachen muss die individuelle Lösungsstrategie zusammen mit einem Urologen oder einem Facharzt der Andrologie entworfen werden.

Bei psychischen Ursachen geht vor allem eins verloren: die Natürlichkeit und Spontanität der Intimität. Hier können geringe tägliche Dosierungen von Cialis oder Cialis Generika mit demselben Wirkstoff (Tadalafil) als Taktik bis zur Normalisierung des Sexuallebens und Wiederherstellungen des eigenen Sex-Selbstvertrauens weiterhelfen.

Zusammen mit der entsprechenden Therapie können Sie die Ursachen langfristig angehen und so möglichst bald wieder ein erfülltes Sexualleben genießen.


Rauchen als Ursache von Impotenz

Zusammenfassung: Das Rauchen viele gesundheitsschädliche Folgen hat ist kein neuer Hut. Das es impotent macht, wissen jedoch die wenigsten Männer. Im folgenden Artikel geht es um Rauchen als Ursache von Impotenz und welche Auswirkungen ein Rauchstopp auf die Potenz hat.

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Entstehung von Erektionsstörungen

Rauchen fördert die Entstehung von Erektionsstörungen. Wer mit dem Rauchen aufhört, hat jedoch gute Chancen, dass sich die Störungen wieder bessern. Die erektile Dysfunktion (ED, Erektionsstörungen) zählt nach wie vor zu den am stärksten tabuisierten Erkrankungen und wird häufig ausschließlich mit dem Alter in Zusammenhang gebracht. Faktum ist aber, dass bereits etwa ein Drittel aller Männer unter 50 Jahren in unterschiedlichem Ausmaß die Erfahrung einer ED macht. Neben dem Alter gibt es zahlreiche weitere Risikofaktoren, die Erektionsstörungen begünstigen, wie z.B. Diabetes. Insbesondere besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen ED und Erkrankungen, die das kardiovaskuläre Risiko erhöhen. Auch die Bedeutung des Rauchens für die Entstehung einer ED ist anhand epidemiologischer Daten offensichtlich: 56 % der starken Raucher sind von Erektionsstörungen betroffen.

Ursachen von Impotenz

Spitze des Eisbergs

Die Entstehung einer ED ist vergesellschaftet mit einer endothelialen Dysfunktion. Mehrere Untersuchungen zeigen, dass eine ED als erstes Warnzeichen für eine generalisierte Gefäßerkrankung zu werten ist. So haben z. B. Männer mit ED im Vergleich zu Männern mit normaler erektiler Funktion ein um 65 % erhöhtes Risiko für die Ausbildung einer KHK und ein um 43 % höheres Insultrisiko. Darüber hinaus ist auch in der Praxis häufig zu beobachten, dass eine ED als frühzeitiger Hinweis auf bis dahin unerkannten Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Störungen des Lipidstoffwechsels auftritt.

Rauchen wirkt zweifach schädlich

Tabakrauchen ist als Risikofaktor für die Entstehung zahlreicher Krankheiten gut bekannt. Dies gilt – u. a. aufgrund der Vergesellschaftung von Endothelfunktion und erektiler Funktion – auch für die ED.

Tatsächlich fördert das Rauchen die Entstehung von Erektionsproblemen auf zweifache Weise.

  • Einerseits wird die Versorgung des Penis über die Arterien analog zur KHK aufgrund der atherosklerotischen Wirkung (Ablagerungen in den Blutgefäßen) zahlreicher Rauchinhaltsstoffe beeinträchtigt.
  • Zusätzlich wird die Funktion der Schwellkörper beeinträchtigt, indem die Schwellkörper-Muskeln (vergleichbar mit den Muskeln der Arterienwand) an Elastizität verlieren. Somit wird die vollständige Erschlaffung der Schwellkörper erschwert, diese ist jedoch wiederum die Voraussetzung für einen ausreichenden Bluteinstrom in die Schwellkörper und in der Folge für die Erektion. Ein negativer Kreislauf entsteht zusätzlich, wenn längere Zeit keine Erektion stattgefunden hat: Durch die mangelhafte Versorgung mit Sauerstoff kommt es zur Bildung elastischer Fasern in der Schwellkörper-Muskulatur, wodurch ebenfalls die Fähigkeit zur Entspannung herabgesetzt wird.

Eine Studie konnte einen klaren Zusammenhang zwischen der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten und der Ausprägung der ED belegen. Der Anteil der Männer mit einem täglichen Konsum von mehr als 20 Zigaretten und ED war deutlich höher als bei Rauchern mit einem Konsum von weniger als 20 Zigaretten täglich.

Rauchen als Ursache von erektiler Dysfunktion

Rauchstopp verbessert die erektile Funktion

Aufgrund der zahlreichen nikotinassoziierten Erkrankungen spielt die Rauchertherapie eine zentrale Rolle als Basistherapie in unterschiedlichen Indikationen. Patienten mit ED sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass die negativen Folgen des Rauchens durch Nikotinkarenz teilweise reversibel sind.

Untersuchungen konnten belegen, dass bei ehemaligen Rauchern durch die Tabakabstinenz eine Verbesserung der erektilen Funktion erzielt werden konnte: Bei 25 % der ehemaligen Raucher verbesserte sich die Erektionsfähigkeit innerhalb eines Jahres nach dem Rauchstopp. Zusätzlich war nach dem Verzicht auf das Rauchen eine verbesserte Strömungsmechanik des Blutes im Penis (penile Hämodynamik) festzustellen.

Das Arztgespräch

Da der Gesundheitsbegriff nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern auch das geistige und körperliche Wohlbefinden eines Menschen beinhaltet, ist ein erfülltes Sexualleben als Komponente der Gesundheit anzusehen. Allerdings ist dabei zu betonen, dass die Bedeutung der Sexualität individuell sehr unterschiedlich ist. Die Einschätzung des Sexuallebens sollte frei von Leistungsgedanken und ausschließlich anhand der eigenen Vorstellungen erfolgen.

Berücksichtigt man zudem das Potenzial für die Entstehung von Erkrankungen, die sich im Frühstadium in Form einer ED zeigen können, sollte die Frage nach der Sexualität und eventuellen Erektionsstörungen bei Männern zur ärztlichen Standardanamnese zählen. Dies gilt insbesondere für Patienten mit Diabetes, Hypertonie, Atherosklerose, KHK, Hormonstörungen, Tabak- und Alkoholabusus sowie für Patienten, die Medikamente einnehmen, zu deren Nebenwirkungen das Begünstigen einer ED zählt.

Trotzdem wird das Thema ED in der hausärztlichen Praxis eher zurückhaltend angesprochen. Eine Umfrage unter AllgemeinmedizinerInnen ergab, dass immerhin 64 % aller Patienten mit Erektionsstörungen ihr Problem selbst ansprechen, aber nur 13 % der befragten ÄrztInnen gehen auf das Thema ED im Rahmen der Standardanamnese ein.

Thema Rauchen ansprechen

Aufgrund der zahlreichen Gesundheitsrisiken, die vom Rauchen ausgehen, sollte jeder Arztkontakt dazu genutzt werden, das Rauchverhalten und die damit assoziierten Erkrankungen und Schädigungen anzusprechen.

Rauchen begünstigt auch Blasenkarzinome

Neben der ED begünstigt Rauchen mit dem Blasenkarzinom eine weitere urologische Erkrankung. Auffallend ist dabei, dass sich die Inzidenz des Blasenkarzinoms bei Frauen in den letzten 20 Jahren verdoppelt hat, hingegen hat sich jene des Zervixkarzinoms im selben Zeitraum halbiert. Die Ursache für die zunehmende Häufigkeit des Blasenkarzinoms bei Frauen wird in erster Linie deren verändertem Rauchverhalten und der Zunahme an Raucherinnen zugeschrieben.

Impotenz in Abhängigkeit vom Zigarettenkonsum

Hier ein kleiner Denkanstoss

Um noch einen kleinen Tipp in diesem Artikel zu geben und das eigentliche Thema dieses Artikels zu erklären bzw. zu definieren, wird auf eine Studie aus China zurückgegriffen. Die Zahlen beweisen ganz klar und unwiderruflich welche Folgen das Rauchen auf die Potenz des Mannes bewirkt.

  • Ein Mann, der am Tag 1-10 Zigaretten raucht, erhöht langfristig gesehen das Risiko impotent zu werden um 27 %!
  • Ein Mann, der am Tag 11-20 Zigaretten raucht, erhöht langfristig das Risiko impotent zu werden um 45 %!
  • Ein Mann, der am Tag eine Schachtel (20 und mehr) Zigaretten raucht, erhöht das Risiko impotent zu werden um 65 %!

Diabetes als Ursache von Impotenz

Zusammenfassung: Impotenz kann viele Ursachen haben, Diabetes ist eine davon. Doch welche Auswirkungen hat die Zuckerkrankheit auf die Potenz und wie kann man als Diabetiker trotzdem ein schönes Sexleben haben. Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr.

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Auswirkungen der Zuckerkrankheit auf die Potenz

Zuckerkrankheit (Diabetes) kann sowohl die Nerven schädigen als auch die Durchblutung beeinträchtigen. Zu den häufigsten Ursachen der erektilen Dysfunktion Diabetes. Die Wahrscheinlichkeit, Erektionsstörungen zu bekommen, ist bei Diabetikern viermal höher als die von Nicht-Diabetikern. Allem Anschein nach entwickeln Diabetiker Erektionsstörungen sogar 10 bis 15 Jahre früher als Männer, die keine Zuckerkrankheit haben. Und in der Regel sind sie auch noch schwerer davon betroffen. Auch Alters-Diabetes ist mit Erektionsproblemen assoziiert: Bei mehr als 50 % der Männer mit Altersdiabetes innerhalb von zehn Jahren nach dieser Diagnose zu Erektionsstörungen.

Ursachen von Erektionsstörungen

Erektionsstörungen als Frühsymptom von Diabetes und Herzkrankheiten

Andererseits kann die erektile Dysfunktion auch ein Vorbote für die Entwicklung von Diabetes sein und sogar erkennbaren Veränderungen der Zucker-(Glukose-) toleranz vorausgehen.

Damit können Erektionsstörungen sowohl die ersten Anzeichen einer generalisierten Gefäßerkrankungen sein, die später zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall oder zu einer Erblindung (Stichwort: Makula-Degeneration) führen, als auch einen Hinweis auf eine Stoffwechselstörung wie beispielsweise Zuckerkrankheit geben.

Jeder Mann, der eine Erektionsstörung hat, sollte sich – auch wenn es nicht sein Ziel ist, die eigene Sexualität wieder zu verbessern – ärztlich untersuchen lassen, um sicherzugehen, dass sowohl das gesamte Gefäßsystem in seinem Körper als auch die Stoffwechselprozesse noch im Normbereich liegen.

Mögliche Ursachen für den Zusammenhang zwischen Diabetes und ED

Ursächlich kann beispielsweise eine nervale Störung sein, eine sogenannte Neuropathie. Hintergrund: Wenn ein Mann sexuell erregt ist, werden normalerweise Informationen über die Nerven vom Gehirn an den Penis gegeben – und so Erektionen ausgelöst. Bei Männern mit einer Neuropathie wird die Weiterleitung (Transmission) der Information unterbrochen. Der Penis kann dann nicht auf sexuelle Stimulation reagieren. Man weiß noch nicht genau, warum bei männlichen Diabetikern Neuropathien entstehen. Aber man geht davon aus, dass abnormale Eiweiße gebildet werden, die die Nerven schädigen.

Arteriosklerose kann ebenfalls für eine Erektile Dysfunktion verantwortlich sein. Hierbei kommt es zu einer Verhärtung und Verdickung der Arterien, die das sauerstoffreiche Blut zu den Organen führen. Bei einer Erektion füllt sich auch der Penis mit Blut, Arterien pumpen dieses in den Penis hinein – und zwar in gewaltigen Mengen. Bei sexueller Stimulation und Erregung muss etwa 40- bis 100-Mal mehr Blutvolumen pro Zeiteinheit in den Penis hineinfließen, damit sich dieser vergrößert und steif wird. Arteriosklerose macht es dem Blut schwer, in den Penis zu gelangen, meistens fließt es nicht in ausreichender Menge. Die Folge: „er“ steht nicht!

Möglich ist auch, dass eine Endoteale Dysfunktion vorliegt. Das Endotel ist ein Gewebe, das die Blutgefäße auskleidet. Und natürlich sind auch die zum Penis führenden Blutgefäße vom Endotel ausgekleidet. Ein hoher Blutzuckerspiegel kann das Gewebe massiv schädigen. Die Folge: Bei einer Erektion fließt nicht ausreichend Blut in den Schwellkörper. Ein hoher Blutzuckerspiegel kann auch zur Folge haben, das nicht genügend NO (Stickstoffoxyd) gebildet wird. Dabei ist dies eine wichtige Voraussetzung, um eine Erektion zu haben. Übrigens kann eine reduzierte NO-Konzentration auch dazu führen, dass es zu einer Endotealen Dysfunktion kommt.

Um eine Störung des veno-okklusiven Systems handelt es sich, wenn genügend Blut in den Schwellkörper hineinfließt, dieses dort aber nicht gehalten wird. In der Regel wird der venöse Rückfluss bei einer Erektion gedrosselt. Die Zusammensetzung des Schwellkörpers kann allerdings „gestört" sein, so dass nicht mehr genügend Blut während der sexuellen Stimulation gehalten wird und dieses zu stark abfließt. Unter anderem sind hierfür die glatten Muskelzellen im Penis zuständig. Bei Diabetikern hat man festgestellt, dass sie weniger glatte Muskelzellen im Schwellkörper haben als Nicht-Diabetiker.

Sehr häufig tritt bei Diabetikern auch ein niedriger Testosteronspiegel auf. Testosteron, das Königshormon des Mannes, ist natürlich auch für die Sexualität wichtig – sowohl für die Libido als auch für Erektionsfähigkeit. Es macht also Sinn, den Testoteronspiegel checken zu lassen. In jedem Fall sollten Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel unter Kontrolle bekommen und halten – dann klappt es vermutlich auch mit den Erektionen. Auf dem Weg dahin helfen körperliche Bewegung und Nicht-Rauchen.

Was tun, wenn Diabetes diagnostiziert wurde?

Wenn ein Diabetes diagnostiziert wurde, ist es sinnvoll, diesen erst einmal zu therapieren und sich gut einstellen zu lassen, damit keine „Zucker-Spitzen-Werte“ mehr im Blut messbar sind. Sobald diese Stoffwechselstörung gut therapiert ist, kann der Patient, wenn ihm seine Sexualität wichtig ist, prüfen lassen, welche Systeme bereits durch die Zuckererkrankung betroffen sind. Häufig sind dies beispielsweise die penilen Nerven und die penilen kleinen Blutgefäße, die zum Penis führen.

Wenn der Spezialist hier eine Veränderung erkannt hat, sind durch gezielte therapeutische Maßnahmen Verbesserungen sowohl der Nerven als auch der Gefäße oft möglich. Aber auch andere Ursachen, wie beispielsweise Veränderungen in der Zusammensetzung des Schwellkörpers, müssen vom Spezialisten mit untersucht werden. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Arzt alle zur Diagnose erforderlichen Untersuchungsgeräte besitzt.

Lesetipp: In diesem interessanten Artikel erfahren Sie mehr wie Impotenz bei Diabetes behandelt werden kann.


Die größten Mythen über das männliche Geschlechtsteil

Zusammenfassung: Wussten Sie, dass es eine Baumrinde geben soll, die den gleichen Effekt hat wie Viagra? Diese und weitere Penis-Mythen haben wir unter die Lupe genommen – mit teils überraschenden Ergebnissen.

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Wer hat nicht schon von der Penispumpe und ihrem angeblichen Potenzial zur maßgeblichen Verbesserung der Laken-Performance gehört? Und sie ist längst nicht das einzige geheimnisvolle Mittel, das Potenz, Durchhaltevermögen oder generelle Laken-Performance vermeintlich verbessern soll. Was ist also dran an Vakuumpumpe, Baumrinde und Co.?

Lesetipp: Hier erfahren Sie mehr über sexuelle Mythen in deutschen Betten.

Nashornpulver macht Lust auf Sex

Um die magischen Kräfte des Nashorn-Horns ranken sich zahlreiche Gerüchte. Aber: Mal abgesehen davon, dass niemals ein Tier getötet werden sollte, um an sein Horn zu kommen, klingt der Gedanke, dass geriebenes Nas-Horn als Aphrodisiakum genutzt werden kann, bei Tageslicht betrachtet auch irgendwie absurd. Dennoch wird gemunkelt. dass die animalischen Kräfte des imposanten Tieres bei der Einnahme auf den Menschen übergehen.

Nashornpulver ist ganz klar ein Mythos! Während es möglich sei, dass der Placebo-Effekt hier zu einem größeren Lustgefühl führt, könne man stattdessen auch einfach an den Nägeln knabbern. Denn das Horn besteht aus Keratin, genau wie menschliche Haare und Nägel.

Baumrinde hat die gleiche Wirkung wie Viagra

Yohimbin ist ein Mittel, welches aus den Blättern und der Rinde des in Westafrika beheimateten Yohimbe-Baums gewonnen wird. Es soll die Blutgefäße erweitern und besonders in der Leistengegend für eine bessere Durchblutung sorgen, sodass der Penis mit mehr Blut versorgt wird und die Erregbarkeit zunimmt. Bei zu hoher Dosierung von Yohimbin kann es allerdings auch zu Herzrasen, Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit kommen.

Yohimbin ist etwas aus der Mode gekommen. Als es Viagra rezeptfrei und Co. noch nicht gab, hat man Yohimbin tatsächlich öfter verabreicht und manchmal auch Erfolg damit gehabt.

Eine Vakuumpumpe macht den Penis länger

Den Penis in eine Pumpe stecken, die so viel Unterdruck erzeugt, dass Blut in die Schwellkörper gepumpt wird? Klingt vor allem: schmerzhaft. Aber wie heißt es so schön? Wer schön sein, will muss leiden. Und immerhin verspricht der Mythos der Penispumpe, dass die künstlich erzeugte Erektion den Umfang und die Größe des Glieds über einen kurzen Zeitraum steigert. Doch nach Abklingen der Erektion schrumpft der Penis meist wieder auf seinen Originalzustand zurück. Allerdings hält sich wacker das Gerücht, dass der Penis durch regelmäßiges "Training" mit der Pumpe dauerhaft vergrößert werden kann.

Die Pumpen sind ein etabliertes Hilfsmittel für Patienten mit erektiler Dysfunktion. Allerdings hören viele rasch wieder mit der Anwendung auf, da die Methodik als zu umständlich empfunden wird damit auch die Spontanität wegfällt. Dass der regelmäßige Gebrauch der Pumpen zu einer Vergrößerung des Penis führt, halte ich definitiv für einen Mythos. Die Pumpe verhindert eventuell, dass der Penis bei Erektiler Dysfunktion kürzer und kleiner wird, aber andersrum sicher nicht.

Kegel-Training sorgt für stabilere Erektionen

Das Konzept des Kegel-Trainings kennen wir vor allem im Zusammenhang mit Beckenbodentraining für Frauen, beispielsweise nach einer Geburt. Doch auch Männern ist das Training des Musculus pubococcygeus, also des Muskels, der benutzt wird, wenn man beim Pinkeln den Strahl unterbrechen will, möglich. Bei gutem Training stützt dieser Muskel Blase und Schließmuskel und kann beispielsweise nach Prostataoperationen Inkontinenz verhindern. Gezieltes Training soll außerdem dazu führen, dass Erektionen länger andauern, härter werden und der Samenerguss kontrollierbarer wird.

Alles, was mit ‘Penis wird dicker oder länger’ zu tun hat, ist Quatsch. Das Einzige, was den Penis länger macht, ist, wenn stark adipöse Männer abnehmen. Er wird dann eigentlich auch nicht länger, aber besser sichtbar – also gefühlt länger. Dennoch würden sich Kegel-Übungen, ähnlich wie Ausdauersport, positiv auf Durchblutung und Leistungsfähigkeit auswirken, was wiederum gut für die Erektion sei.

Rauchen macht impotent

Kennt ihr die Bilder auf den Zigarettenpackungen, auf denen eine halb gerauchte Zigarette lasch nach unten hängt? Oder ein Mann nackt, beschämt und traurig auf dem Bett liegt? Die Ursachen einer erektilen Dysfunktion sind vielfältig, aber Rauchen gehört dazu. Außerdem können Stress, psychische Probleme und schwerwiegende körperliche Erkrankungen dafür sorgen, dass es untenrum nicht so richtig laufen will.

Unbedingt mit dem Rauchen aufhören! Das erhält die Erektion auch im Alter. Ansonsten schädigt Rauchen die Gefäße und führt ziemlich sicher irgendwann zu Impotenz. Es sei wichtig, auf gesunde und ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität zu achten, da dies Stress abbaue und das Immunsystem stärke. Außerdem würde damit typischen Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes und koronaren Herzkrankheiten vorgebeugt werden, die häufig die Ursache für erektile Dysfunktion sind.


Erektionsstörungen erkennen und behandeln

Zusammenfassung: Ein vergeblicher Erektionsversuch bedeutet nicht gleich Impotenz. Erst wenn Mann über einen Zeitraum von einem halben Jahr keine Gliedsteife mehr erreichen kann und Geschlechtsverkehr nicht mehr möglich ist, spricht der Mediziner von einer Erektionsstörung. Als Ursachen kommen sowohl körperliche, als auch psychische Faktoren in Frage.

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Was versteht man unter einer Erektionsstörung?

Auf sexuelle Reize reagiert der Penis eines Mannes mit einer Erektion – er wird steif und ermöglicht so den Geschlechtsverkehr. Um eine Erektion auszulösen, müssen Nerven, Muskeln und Blutzufuhr optimal aufeinander abgestimmt funktionieren. Nur wenn sich die nerven- und muskelregulierten Hohlräume im Penis (Schwellkörper) ausreichend mit Blut füllen können, wird eine Gliedsteife erreicht.

Ist dieser natürliche Vorgang über einen längeren Zeitraum gestört, spricht man von einer Erektionsstörung oder auch erektilen Dysfunktion (ED). Davon zu trennen ist eine Orgasmusunfähigkeit, wenn also eine Erektion bei sexueller Stimulation auftritt, aber die Reizschwelle zum Samenerguss nicht überschritten werden kann.

Ebenso gilt als Erektionsstörung, wenn der Penis sich zwar versteift, die Härte der Erektion jedoch nicht für das Eindringen in die Vagina (Penetration) ausreicht oder wenn die Erektion während des Geschlechtsverkehrs an Härte verliert und das Erreichen des Orgasmus dadurch unmöglich wird.

Was sind die Ursachen für Erektionsstörungen?

In Deutschland ist etwa jeder fünfte Mann zwischen 30 und 80 Jahren von einer Erektionsstörung betroffen. Anhand der zugrundeliegenden Ursachen unterscheiden Mediziner im Wesentlichen drei Formen:

  • die körperlich (organisch) bedingte Erektionsstörung,
  • die psychisch bedingte Erektionsstörung sowie
  • eine Mischform aus körperlichen und psychischen Faktoren.

Erektionsstörungen sind weit verbreitet, man schätzt, dass bei etwa 70 Prozent der Betroffenen organische Ursachen zugrunde liegen. Durchblutungsstörungen, die sich auch auf die Schwellkörper des Penis auswirken, treten oft im Alter auf – sie sind zum Beispiel eine Spätfolge bei Diabetes. Auch bestimmte Medikamente haben einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Potenz. Der übermäßige Genuss von Alkohol und Nikotin tut der Manneskraft ebenfalls nicht gut.

Erektionsstörungen in jungen Jahren

Jeder vierte Mann unter 40 Jahren hat Potenzprobleme. Die Hälfte von ihnen hat sogar eine besonders stark ausgeprägte erektile Dysfunktion. Bei jüngeren Männern hat Impotenz nicht selten psychische Ursachen: Stress, Leistungsdruck – auch im sexuellen Bereich – Versagensängste und Anspannung wirken sich auf die Erektionsfähigkeit aus.

Diagnose: Bei Erektionsstörungen zum Arzt

Potenzprobleme sind häufig erste Anzeichen für ernstzunehmende Erkrankungen, zum Beispiel Diabetes. Deshalb sollten Potenzprobleme nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Auch wenn dem Mann das Gespräch darüber vielleicht unangenehm ist, sollte ein Arztbesuch nicht allzu lange hinausgeschoben werden. Ansprechpartner für Männer mit Erektionsstörungen sind Hausarzt, Urologe oder Androloge, der auf Männerkrankheiten spezialisiert ist.

Die Diagnose verfolgt das Ziel, mögliche organische von seelischen Ursachen zu unterscheiden. Dazu gehören das Gespräch über das aktuelle sexuelle Erleben sowie eine eingehende körperliche Untersuchung, die Stoffwechsel- und Durchblutungsstörungen nachgeht. Hinzu kommen möglicherweise Ultraschalluntersuchungen wie die Doppler-Sonographie der Penisarterien, die für die Blutzufuhr zuständig sind, oder der Penisvenen, deren Funktionieren notwendig ist für den Erhalt einer Erektion. Oftmals müssen auch die an einer Erektion beteiligten Nerven getestet werden.

Wie Potenzprobleme behandelt werden

Der Markt heilversprechender Mittel und Methoden gegen erektile Dysfunktion ist sehr groß. Ohne ärztlichen Rat sollte kein Mann gegen seine Erektionsstörung vorgehen.

Zur Behandlung von Erektionsstörungen werden je nach Ursache verschiedene Wege beschritten. Das Mittel der Wahl ist heute die medikamentöse Therapie. Sildenafil war der erste Wirkstoff, der in der zum Synonym für Potenzmittel gewordenen "blauen Pille" Viagra und Nachahmerprodukten eingesetzt wird. In den letzten Jahren wurden verwandte Wirkstoffe und Medikamente gegen Erektionsstörungen entwickelt, die noch spezifischer auf die Schwellkörper im Penis wirken.

Medikamente mit den Wirkstoffen Sildenafil, Vardenafil und Tadalafil sind am effektivsten, wenn

  • keine komplette erektile Dysfunktion vorliegt,
  • die erektile Dysfunktion seelisch und nicht organisch bedingt ist,
  • die gestörte Durchblutung der Penisschwellkörper eher auf einer arteriellen als venösen Störung beruht,
  • die Nerven und Blutgefäße nur gering geschädigt sind.

Langjährigen Diabetikern und Männern, bei denen nach einer Prostataoperation wichtige Nervenverbindungen beschädigt wurden, kann mit den genannten Wirkstoffen in aller Regel nicht geholfen werden.

Als medizinisch wirksam bei körperlichen Erektionsstörungen galten vor der Einführung von potenzsteigernden Medikamenten Gefäß erweiternde Substanzen, die direkt in die Schwellkörper des Penis gespritzt werden. Diese Auto-Injektionen helfen schnell, haben in Einzelfällen allerdings zu Dauererektionen geführt. Ungefährlicher ist dagegen, mit einer Vakuumpumpe eine Erektion zu erzeugen. Spritzen wie Pumpen zählen allerdings nicht gerade zu den romantischen Liebes-Accessoires und entpuppen sich rasch als hinderlich für ein ungestörtes Vorspiel.

Gibt es Hausmittel bei Erektionsstörungen?

Leichte Erektionsstörungen, denen eindeutig keine organische Ursache zugrunde liegt, kann Mann durchaus auch mit Hausmitteln zu Leibe rücken. Vor allem natürliche Mittel, die die Durchblutung der Organe im Beckenbereich anregen, sind einen Versuch wert.

Auf der Liste der möglichen Hausmittel gegen erektile Dysfunktion stehen zum Beispiel Knoblauch, Ginsengwurzel, Ingwer und Extrakte vom Gingkobaum. Auch die Homöopathie kennt Wirkstoffe, die bei sexuellen Problemen beim Mann eingesetzt werden. Die Finger sollte man jedoch von vielfach im Internet angepriesenen Wundermitteln lassen. Diese enthalten Inhaltsstoffe zweifelhafter Herkunft, bringen die Manneskraft nicht zurück und erleichtern nur den Geldbeutel der Besteller.

Unter bestimmten Voraussetzungen können spezielle Formen der Beckenbodengymnastik zum Erfolg führen.

Ist die Erektionsstörung seelisch bedingt, kann ein Sexualberater oder -therapeut helfen, das Problem zur Sprache zu bringen, damit der Penis sich wieder aufrichten kann. Ein wichtiges Beratungsziel besteht darin, die Sexualität entspannter anzugehen. Nicht wenige Männer setzen sich hinsichtlich der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs und ihrer Ausdauer zu sehr unter Druck.

Kann ein Mann sich noch selbst befriedigen, oder hat er außerhalb seiner Partnersexualität Erektionen, liegen meist seelische Ursachen vor. Kommt es in Lebensphasen mit vermehrtem Stress, starker körperlicher Belastung oder unter Alkoholeinfluss zu gelegentlichen Erektionsschwächen, handelt es sich dabei meist nicht um eine behandlungsbedürftige erektile Dysfunktion. In diesen Fällen führt eine spürbare Entlastung des Alltags oft schon zum Erfolg. In den meisten Fällen ist es möglich, eine normale Sexualität wiederherzustellen.

Kann Mann Impotenz vorbeugen?

Alles, was der allgemeinen Durchblutung des Körpers dient, kommt auch der Erektion zugute und beugt Impotenz vor. Umgekehrt bedeutet dies: Alles, was der Durchblutung des Körpers schadet, fördert Erektionsstörungen: übermäßiger Nikotin- und Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, Übergewicht sowie Bluthochdruck, Arteriosklerose und vor allem Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus.

Eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft, kein übermäßiger sexueller Leistungsdruck und Vertrauen und Offenheit in der Partnerschaft sind daher die wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen.


Penisimplantat: Erfahrungsbericht nach einer OP

Zusammenfassung: Impotenz ist ein weit verbreitetes, aber oft tabuisiertes Problem. Nicht immer helfen Medikamente, doch mittlerweile gibt es operative Möglichkeiten. In Düsseldorf etwa implantiert ein Arzt Penisprothesen.

Als Martin G. nach seiner Operation zum ersten Mal mit seiner Freundin intim wurde, war das für ihn ein äußerst emotionaler Moment: „Ich habe nur noch geheult.“ 15 Jahre lang war ihm aufgrund seiner Impotenz kein normales Sexualleben möglich.

Für den heute 48 Jahre alten Mann eine schwere Zeit, geprägt von psychischen Problemen und einer Reihe wirkungsloser Behandlungsversuchen. Abhilfe schaffte am Ende eine Prothese, die ihm der Androloge – das Pendant zum Gynäkologen – Jörg Fröhlich an der Paracelsus-Klinik in Golzheim operativ einsetzte.

2003 bemerkte Martin G. Potenzprobleme. Zunächst machte seine Hausärztin ein blutdrucksenkendes Medikament dafür verantwortlich, das häufig Erektionsstörungen verursacht. Doch die Probleme wurden nach dem Wechsel des Mittels nicht besser. Für die Beziehung von G. und seiner damaligen Ehefrau eine große Belastung, geprägt durch Selbstzweifel. Auf seiner Seite, weil sein Körper plötzlich nicht mehr so wollte wie er. Auf ihrer Seite, weil Zweifel aufkamen, ob er sie vielleicht nicht mehr richtig liebte.

Da auch potenzsteigernde Medikamente keine Wirkung zeigten, ließ er sich genauer untersuchen. Dabei wurde als Ursache seiner Probleme ein venöses Leck an seinen Schwellkörpern diagnostiziert, wodurch sich das Blut dort nicht mehr stauen konnte und der Penis deshalb keine Erektion bekam. Versuche, dieses Leck zu beseitigen, blieben erfolglos.

Zu den körperlichen Leiden kamen mit den Jahren auch psychische Leiden hinzu. Seine Ehe scheiterte – wenn auch nicht allein wegen seiner Impotenz. Danach zog sich G. zurück, traute sich kaum mehr, Frauen anzusprechen. „Ich hatte Angst, abgewiesen zu werden“, erzählt er. Darüber hinaus war die Sorge da, in seinem Umfeld stigmatisiert zu werden. „Das ist ein typisches Verhalten von Betroffenen“, berichtet Jörg Fröhlich, „in unserer Gesellschaft dürfen Männer keine Schwächen zeigen, insbesondere Impotenz gilt als Verlust der Männlichkeit.“

Über einen Patienten seines Hausarztes mit ähnlichen Problemen kam Martin G. schließlich zu Jörg Fröhlich in die Paracelsus Klinik. Nach intensiven Vorgesprächen probierte er zunächst noch, seine Erektionsstörung mit einer Pumpe in den Griff zu bekommen, um einen Eingriff zu vermeiden. Zum einen, weil für den Andrologen eine Prothese die letzte Lösungsmöglichkeit ist, wenn nichts anderes funktioniert; zum anderen, weil sich Martin G. vor der Operation fürchtete: „Ich hatte große Angst.“ Nachdem auch die Pumpe nicht half, entschied er sich letztlich bestärkt durch die Unterstützung seiner neuen Freundin doch für den Eingriff. In einer knapp 45-minütigen Operation setzte ihm Jörg Fröhlich über einen Schnitt an der Peniswurzel eine hydraulische Prothese in die Schwellkörper. Gesteuert wird diese über eine Pumpe, die im Hodensack platziert ist und Kochsalzlösung aus einem Reservoir, das in Nähe der Blase sitzt, in die Prothese leitet, wodurch der Penis in knapp zehn Sekunden steif wird und solange wie gewünscht auch so bleibt. Durch ein Ventil über der Pumpe wird die Kochsalzlösung anschließend aus der Prothese wieder in das Reservoir zurückgeleitet und der Penis erschlafft.

Schmerzen hatte Martin G. zwar während des Abheilens in den ersten Wochen nach der Operation, doch der Einsatz der Prothese ist für ihn beschwerdefrei. Doch nicht nur das: Sein Hilfsmittel ermöglicht ihm, nun wieder ganz normal mit seiner neuen Freundin zu schlafen, dabei Orgasmen zu empfinden, und auch seine Zeugungsfähigkeit bleibt bestehen.

Komplikationen treten bei dem Eingriff kaum auf. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion ist nach Angaben von Jörg Fröhlich mit rund fünf Prozent äußerst gering. Die Kosten für den Eingriff werden von den Krankenkassen übernommen Einziger Wermutstropfen: Nach circa 16 Jahren muss die Prothese aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden. Doch daran denkt Martin G. aktuell nicht. Stattdessen freut er sich, endlich wieder ein normales Sexualleben führen zu können. „Ich bin überglücklich“, erzählt er.


Viagra Alternativen

Zusammenfassung: Viagra ist das bekannteste Potenzmittel der Welt, doch es gibt auch Alternativen zur blauen Wunderpille. Im Folgenden erhalten Sie weitere Informationen welche Alternativen Sie zu Viagra haben.

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Alternativen zu Viagra

Mit zunehmendem Alter steigt bei Männern das Risiko einer Erektionsstörung. Eine solche liegt dann vor, wenn der Penis in mehr als zwei Drittel der Fälle nicht hart genug wird oder bleibt, um aktiv Geschlechtsverkehr ausüben zu können. Bestehen diese Probleme über einen Zeitraum von sechs Monaten oder länger, sprechen Mediziner von einer erektilen Dysfunktion (Impotenz, Potenzstörung).

Die Ursachen einer erektilen Dysfunktion können körperlicher und / oder psychischer Natur sein. In den meisten Fällen lässt sich die Potenzstörung auf verschiedenen Wegen therapieren. Vor allem die medikamentöse Behandlung hat sich für viele Betroffene als effektive Behandlungsmethode erwiesen. Am berühmtesten dabei ist zweifelsohne das Potenzmittel Viagra. Jedoch konnten sich auch andere Mittel bewähren. Wir haben eine Übersicht über die besten Alternativen zu Viagra zusammengestellt.

Viagra-Ersatz: Übersicht zu medikamentösen Therapien einer Impotenz

Die folgenden Medikamente können einer körperlich bedingten Impotenz entgegenwirken und so eine Alternative zum populären Potenzmittel Viagra (Wirkstoff: Sildenafil) darstellen:

  • Cialis – Die Wirkung des aktiven Wirkstoffs Tadalafil hält mit bis zu 36 Stunden sehr lange an. Cialis ist auch zur täglichen Einnahme erhältlich.
  • Tadalafil-Generika – Seit Patentverlust des Cialis-Herstellers Lilly sind Cialis-Generika anderer Hersteller erhältlich, die den gleichen aktiven Wirkstoff enthalten und somit in ihrer Wirkung identisch sind.
  • Levitra – Levitra enthält den PDE-5-Hemmer Vardenafil, der auch in geringerer Dosierung eine dem Präparat Viagra ähnliche Wirkung erzielt.
  • Sildenafil-Generika – Auch Sildenafil, auf dessen Wirkung Viagra basiert, ist nicht mehr patentgeschützt, sodass verschiedene Generika von mehreren Herstellern erhältlich sind (einschließlich des Viagra-Herstellers Pfizer).
  • SKAT – Die Schwellkörper-Auto-Injektions-Therapie (SKAT) wird lokal angewendet, indem der Wirkstoff Alprostadil direkt in den Schwellkörper injiziert wird.
  • MUSE – Ebenfalls zur lokalen Anwendung wird das Medicated Urethral System for Erection (MUSE) in Form einer kleinen Tablette, die in die Harnröhre eingeführt wird, verabreicht.
  • Hormontherapie – Wird die erektile Dysfunktion durch einen Hormonmangel verursacht, kann eine Testosterontherapie die Beschwerden lindern.
  • Homöopathische Therapie – Verschiedene natürliche oder pflanzliche Potenzmittel (z.B. Ginseng, Gingko, Maca) sollen eine potenzfördernde Wirkung haben. Dies ist jedoch selten wissenschaftlich bestätigt und kann die Effektivität eines PDE-5-Hemmers nicht erreichen.

Welches Potenzmittel ist am besten?

Geht es darum, die Potenz zu steigern, denken die meisten Betroffenen meist zuerst an die berühmte blaue Pille. Diese ist jedoch nicht für jeden Patienten die beste Option, da Viagra Nebenwirkungen auslösen kann, die eventuell bei einem anderen Wirkstoff ausbleiben oder schwächer ausfallen.

Unter einer Reihe von Alternativmedikamenten zur Behandlung der erektilen Dysfunktion gibt es Medikamente mit unterschiedlicher Wirkungsdauer & Anwendung, die es dem Patienten ermöglich die gewählte Therapie genau auf die privaten Bedürfnisse anzupassen.

Insbesondere die PDE-5-Hemmer spielen als gefäßerweiternde Substanzen eine große Rolle bei der Behandlung erektiler Dysfunktionen. Sie verbessern die Stärke und die Dauer einer Erektion, rufen sie jedoch nicht selbst hervor. Damit die Medikamente wirken, bedarf es einer sexuellen Stimulation.

Welche Art von Medikament jedoch am besten für die persönlichen Bedürfnisse des Patienten geeignet ist, sollte dieser mit seinem behandelnden Arzt besprechen. Liegt eine körperliche Ursache den Potenzstörungen zu Grunde, wird wahrscheinlich die PDE-5-Hemmer Therapie empfohlen. Dabei gilt es für den Patienten selbst zu bestimmen, welches Medikament am verträglichsten bzw. am besten geeignet ist. Dies ist beispielsweise über eine Potenzmittel-Testpackung möglich.

Cialis überzeugt dank seiner langen Wirkungsdauer

Vier Jahre nach der Markteinführung von Viagra brachte der Pharmakonzern Lilly das Medikament Cialis auf den Markt. Es enthält den Wirkstoff Tadalafil, der ebenfalls zur Gruppe der PDE-5-Hemmer gehört. Bis sich die volle Wirkung von Cialis entfaltet, dauert es etwa 2 Stunden.

Das ist etwas länger als bei Viagra (etwa 1 Stunde), dafür hält die Wirkung von Cialis länger an. Hier ist von einer Wirkdauer von bis zu 36 Stunden die Rede (zum Vergleich: 4 bis 6 Stunden bei Viagra). Im Volksmund gilt Cialis deshalb als "Wochenendpille" und gehört neben Viagra zu den beliebtesten Potenzmitteln. Cialis ist in 5 mg, 10 mg und 20 mg Dosen erhältlich.

Levitra wirkt schneller als Viagra

2003 kam Levitra von Bayer und GlaxoSmithKline auf den Markt. Die Wirkung des Potenzmittels basiert auf dem PDE-5-Hemmer Vardenafil, der als aktiver Wirkstoff agiert. Vardenafil wirkt bereits nach 40 Minuten und ist damit deutlich schneller wirksam als Viagra.

Die maximale Wirkkraft wird nach etwa 1 Stunde erreicht und hält mit einer Dauer von 5 bis 12 Stunden lange an. Levitra gibt es in der Dosierung von 5 mg, 10 mg und 20 mg. Bei der Anwendung ist zu beachten, dass die Wirkung nach einer sehr fetthaltigen Mahlzeit vermindert ist.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten: Lokal- & Hormontherapie

Neben der gängigen Behandlung mit PDE-5-Hemmern ist es außerdem möglich, eine erektile Dysfunktion mit Medikamenten zu behandeln, die lokal angewendet werden. Dadurch kann meist ein besonders schneller Wirkungseintritt erreicht werden. Allerdings sind derartige Behandlungen auch mit Risiken verbunden.

SKAT zur lokalen Anwendung

Alternativ besteht die Möglichkeit, entsprechende Wirkstoffe lokal zu applizieren. Bei der SKAT-Methode ("Schwellkörper-Auto-Injektions-Therapie"), die seit den 1980er Jahren zur Anwendung kommt, wird meist Alprostadil als Wirkstoff mit einer sehr dünnen Nadel in die Schwellkörper gespritzt.

Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass die Wirkung unabhängig davon ist, ob die für eine Erektion zuständigen Nervenbahnen intakt oder, beispielsweise durch eine Operation, beschädigt sind. Bis zum Eintritt der Wirkung vergehen bei richtiger Dosierung nur 10 Minuten. Die Wirkdauer beträgt maximal 2 Stunden.

SKAT ist auf dem Markt zum Beispiel unter den Handelsnamen Caverject (Pharmacia GmbH) und Viridal (UCB Pharma GmbH) in verschiedenen Dosierungen von 10 bis 40 µg erhältlich. Die Höhe der Dosierung sollte ein Facharzt für jeden Einzelfall individuell bestimmen. Zwischen zwei Anwendungen solle ein Zeitraum von mindestens 24 Stunden liegen. Experten empfehlen, SKAT nicht mehr als 3 Mal in einer Woche anzuwenden.

Von einer Anwendung ist grundsätzlich abzusehen, wenn der Betroffene:

  • ein Penisimplantat besitzt
  • an einer Penisverkrümmung leidet
  • an einer Erkrankung leidet, die anhaltende Erektionen begünstigt wie zum Beispiel Leukämie oder Sichelzellenanämie
  • innerhalb des letzten Jahres einen Herzinfarkt hatte

MUSE für einen schnellen Wirkungseintritt

Einen sehr schnellen Wirkungseintritt hat das Medicated Urethral System for Erection (MUSE) von der MEDA Pharma GmbH & Co. KG. Hierbei handelt es sich um eine winzige Tablette mit dem Wirkstoff Alprostadil, der ebenfalls lokal angewendet wird. Anders als bei SKAT gibt es hier keine Spritzen, stattdessen wird der Wirkstoff mithilfe eines Applikators direkt in die Harnröhre eingeführt.

Schon nach 5 bis 10 Minuten tritt die Wirkung ein, wobei die Erfolgsaussichten hierbei insgesamt niedriger sind als bei SKAT. Andererseits zeigte eine Studie, dass 58 % der Männer, deren erektile Dysfunktion durch SKAT nicht verbessert wurde, einen Erfolg mit MUSE verbuchen konnten. Die erzielte Erektion hält in der Regel für 30 bis 60 Minuten an.

Achtung: Beim Geschlechtsverkehr mit einer schwangeren Frau sollte ein Kondom genutzt werden, um zu verhindern, dass der Wirkstoff vorzeitige Wehen auslöst. Von einer Anwendung ist zudem abzuraten, wenn der Patient früher einmal folgende Erkrankungen hatte:

  • Entzündung der Harnröhre
  • lang anhaltende Erektion (Priapismus)
  • Blutgerinnungsstörung

Hormontherapie

Ist die erektile Dysfunktion auf einen Testosteronmangel zurückzuführen, kann eine Hormontherapie eventuell Abhilfe schaffen. Hierbei wird dem Körper zusätzliches Testosteron zugeführt. Das Hormon kann über eine Tabletteneinnahme, eine Spritze, ein Pflaster oder Gel in den Körper gelangen.

Homöopathische Behandlung der Impotenz

In Einzelfällen finden pflanzliche Wirkstoffe Anwendung bei erektiler Dysfunktion. Ein Beispiel hierfür ist der – heutzutage allerdings nur noch selten eingesetzte – Wirkstoff Yohimbin. Der aus den Blättern und der Rinde des Yohimbe-Baums (Westafrika) gewonnene Wirkstoff fördert die Durchblutung und hat so einen positiven Effekt auf die Erektionsstörung.

Anders als bei PDE-5-Hemmern sollte die Einnahme von Yohimbin regelmäßig erfolgen. Darüber hinaus findet sich auf dem Markt eine nahezu unüberschaubare Vielzahl an weiteren pflanzlichen Mitteln, die sich – laut Hersteller – zur Behandlung von erektiler Dysfunktion eignen. Zu den bekanntesten "natürlichen" Mitteln, die teilweise schon seit Jahrhunderten als Arzneimittel eingesetzt werden, gehören:

  • Bischofsmütze (auch Elfenblume genannt)
  • Ginseng
  • Ginkgo Biloba
  • Maca-Pflanze
  • Damiana
  • Sägepalme
  • Erd-Burzeldorn
  • Ptychopetalum olacoides

Pflanzliche Therapien sind zwar meist sehr nebenwirkungsarm, versprechen aber in der Regel nicht die gleichen Erfolgsergebnisse einer medikamentösen Therapie. Ausgeschlossen sind psychisch bedingte Erektionsstörungen, da die Pflanzenpräparate hier eine Placebo-Wirkung erzielen können. Grundsätzlich gilt, dass jeder Mann selbst das richtige Mittel für sich finden muss, um einer Impotenz anhaltend vorzubeugen.


Mangelndes sexuelles Verlangen (mangelnde Libido, Libidoverlust)

Zusammenfassung: An einem Libidoverlust können körperliche oder psychische Faktoren schuld sein. Immer mehr Frauen und Männer klagen über fehlende Lust auf Sex. Wie sich die Lust wieder entfachen lässt, lesen Sie im folgenden Artikel.

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Was ist Libidoverlust?

Beim sexuellen Verlangen (Libido, sexuelle Appetenz) gibt es sowohl bei Männern wie auch bei Frauen eine große Bandbreite. Manche haben täglich Appetit auf Sex, anderen reicht einmal in der Woche oder einmal im Monat. Schließlich gibt es auch Menschen, die keinerlei Bedürfnisse nach sexuellen Kontakten haben und dabei nichts vermissen. Natürlicherweise lassen auch mit dem Alter die sexuellen Bedürfnisse nach. Das alles kann vollständig "normal" sein.

Wenn die Lust auf Sex fehlt

Eine ganz andere Situation liegt vor, wenn bei einem vorher sexuell aktiven Menschen das sexuelle Bedürfnis in kurzer Zeit stark nachlässt oder komplett verschwindet und der Partner darunter leidet. Da die Sexualität für viele Menschen die intimste und intensivste Form ist, Nähe, Zuneigung und Verbundenheit auszudrücken, wird umgekehrt nachlassendes sexuelles Verlangen (Libidoverlust, Appetenzverlust) oft zu einer großen Belastung für eine Beziehung. Das sollte man nicht einfach hinnehmen. Ein Libidoverlust kann ein Warnsignal des Körpers oder der Seele sein, das ein Problem anzeigt, dem nachzugehen sich lohnt.

Grundsätzlich unterscheidet man einen lebenslang bestehenden Libidomangel und einen erworbenen (erst im Laufe des Lebens aufgetretenen) Libidomangel. Wir beschäftigen uns im Folgenden hauptsächlich mit dem erworbenen Libidomangel und benutzen dafür den Begriff Libidoverlust.

Libidoverlust: Ursachen

Ein Libidoverlust kann viele Ursachen haben. Die folgende Aufstellung enthält einige davon:

Körperliche Ursachen

  • Hormonstörungen. Die wichtigsten für einen Libidoverlust verantwortlichen Hormonstörungen sind: Testosteronmangel (Hypogonadismus), Erhöhter Prolaktinwert (Hyperprolaktinämie), Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Nebenwirkung von Medikamenten.
  • verschiedene chronische Krankheiten wie beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen, Nierenversagen, HIV

Psychische Ursachen

  • Depression, Schizophrenie
  • Angststörungen
  • Stress
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Angst vor Sex (z.B. auf Grund einer sexualfeindlichen Erziehung oder eines traumatischen Erlebnisses)

Oft führen auch andere sexuelle Störungen zu einem nachlassenden sexuellem Verlangen. Bei Männern mit Erektionsstörungen kann z.B. das mangelnde sexuelle Verlangen eine Art Selbstschutz sein, der den Mann davor bewahrt, in eine Situation zu geraten, die er als extrem peinlich und erniedrigend empfindet.

Soziale Ursachen

  • Partnerschaftskonflikte
  • Existenzangst

Zu mangelnder sexueller Lust können auch Probleme führen, die sich im Laufe einer Beziehung entwickeln und den Partnern oft unbewusst sind. Dazu können z.B. mangelnde Nähe oder Zeit füreinander, fehlende oder negative Kommunikation, unzureichender Austausch der Wünsche und Bedürfnisse oder nachlassende Zuneigung gehören. Auch eine unbewusste Ablehnung des Partners kann eine Ursache des Libidomangels sein.

Sexuelles Verlangen steigern

Libidoverlust: Diagnose

Bei der Diagnose spielt die Erhebung der Krankheitsgeschichte (Anamnese) eine entscheidende Rolle. Der Arzt bzw. Therapeut wird dabei u.a. folgende Fragen ansprechen:

  • Bestand die sexuelle Unlust schon immer?
  • Wann ist sie aufgetreten? Wie hat sich die Siutuation geändert? Wie hat sich die Häufigkeit des Verkehrs geändert?
  • Bezieht sich die Unlust nur auf den Sex mit dem Partner oder auf alle sexuelle Aktivitäten?
  • Gab es einschneidende Lebensereignisse zum Zeitpunkt des Eintretens der Unlust?
  • Welche Krankheiten und andere sexuelle Störungen liegen vor?
  • Welche Medikamente nimmt der Patient?

Wenn die Anamnese nicht eindeutig auf eine psychische Ursache hinweist, dann wird auch eine Blutuntersuchung durchgeführt.

Therapie

Beim Vorliegen von körperlichen Ursachen wird der Arzt versuchen, die Ursachen entweder zu beseitigen (z.B. durch Austausch von Medikamenten) oder die Symptome zu lindern (z.B. durch eine Testosteronsubstitution).

Bei vorwiegend psychischen Ursachen ist eine Sexualberatung oder -therapie erforderlich. Geeignete Beratungsstellen finden Sie auf unserer Seite Sexual- und Paarberatungsstellen.

Vorbereitung des Arztbesuchs

Tritt die sexuelle Unlust innerhalb einer festen Partnerschaft auf, so ist hilfreich, wenn das Paar Antworten auf die obenstehenden Fragen zusammenträgt. Darüberhinaus kann es aufschlussreich sein, gemeinsam über folgende Fragen nachzudenken:

  • Worauf hat jeder der Partner Lust (ganz allgemein, nicht auf Sex bezogen)?
  • Was möchte jeder gerne mit dem anderen erleben (was aber zur Zeit zu kurz kommt)?
  • Was erlebt jeder als belastend in der Beziehung, was würde jeder gerne ändern?
  • Was beschäftigt jeden einzelnen? Was verhindert, dass er/sie abschalten kann?
  • Was beschwert ihn/sie? Was macht ihn/sie glücklich?

Solche Gespräche sind nicht einfach. In unserer Seite Erektionsstörungen – Anregungen für Partnerinnen finden Sie Anregungen und Tipps für Gespräche. Wenn diese Gespräche unbefriedigend verlaufen, dann kann eine Paarberatung weiterhelfen.