Psychische Ursachen für erektile Dysfunktion

Für Männer ist es ein schwreer Schlag wenn die Diagnose des Arztes lautet, dass ihre Erektionsstörungen psychisch bedingt ist. Schon allein der Begriff setzt manche Männer in Panik, jedoch sollten wir erst einmal einen Blick darauf werfen, was genau das eigentlich bedeutet und ob es wirklich so unnormal ist.

Den normalen Ablauf einer Erektion haben wir in einem der vorangegangenen Artikel schon beschrieben. Diese Abläufe gehen automatisch ineinander über, müssen aber auch erst einmal in Gang gesetzt werden, denn nicht in jeder Situation ist eine Erektion erwünscht oder erlaubt (Saune oder FKK-Bereich als Beispiel). Bei psychisch bedingten Potenzstörungen führt die Bewertung der sexuellen Reize nicht zu den gewünschten Nervensignalen.

Die Gründe dafür können recht vielfältig sein:

  • Partnerschaftsprobleme

    • Mangel an Zärtlichkeit und Kontakt, keine gemeinsamen Ziele oder fehlende Zeit
    • zu wenig Kommunikation über die eigenen Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse, Erwartungen und Interessen
    • negative Kommunikation (an dem Partner herumnörgeln, schimpfen)
    • unterschiedliche Ziele bzgl. Heirat oder Kinder
    • Krankheit des Partners
    • grauer Alltag in der Beziehung
    • fehlende Liebe
    • Eifersucht, Seitensprung
  • Stress, Angst um den Arbeitsplatz, Mobbing, finanzielle Probleme
  • Depressionen
  • Versagensängste, unrealistische Erwartungen, sexuelle Unerfahrenheit
  • Traumatische sexuelle Erfahrungen
  • Ungeklärte sexuelle Orientierung

Wenn die Erektion unter der Psyche leidet

In der modernen Medizin geht man davon aus, dass eine erektile Dysfunktion in den weitaus meisten Fällen multifaktoriell bedingt ist, also mehrere Ursachen hat. Eine ursprünglich rein organisch bedingte Erektionsstörung kann psychische Probleme hervorrufen, die in der Folge wiederrum die Erektionsstörung verstärken. Wenn man(n) einmal "versagt", hat er beim nächsten Sex wieder Angst vor erneutem Versagen. Angst und intensives in sich hineinhorchen wirken sich aber negativ auf die Fähigkeit zur Erektion aus. Es kommt zu einem Teufelskreis aus Versagensangst, ausbleibender Erektion und die noch größere Angst beim nächsten Mal wieder zu versagen.

Bei organisch bedingten Potenzproblemen können in vielen Fällen die eigentlichen Ursachen nicht erfolgreich behandelt werden. Im Gegensatz stehen bei einer psychisch bedingten erektilen Dysfunktion die Chancen gut, die Ursachen wirksam zu bekämpfen. Die Furcht vor psychisch bedingten Erektionsproblemen ist daher unbegründet.

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